Ein aussergewöhnliches Projekt für die Marcel Hufschmid AG bei WWZ
Für die Marcel Hufschmid AG ist das Projekt deshalb weit mehr als eine umfangreiche Elektroinstallation. Es verlangt eine präzise Planung, viel Fachwissen, eine enge Koordination zwischen verschiedenen Unternehmen und Mitarbeitende, die auch bei hochkomplexen Aufgaben jederzeit den Überblick behalten.
Wenn 250 Kabel zu einem Heizkessel führen
Wie anspruchsvoll die Anlage ist, zeigt ein einzelnes Beispiel: Rund 250 Kabel führen allein zu einem Heizkessel und seinen verschiedenen Komponenten. Jedes Kabel muss richtig geplant, eindeutig zugeordnet, fachgerecht verlegt und korrekt angeschlossen werden. Denn am Ende müssen unzählige Komponenten zuverlässig miteinander kommunizieren und als Gesamtsystem funktionieren.
Die elektrische Installation umfasst dabei weit mehr als die Versorgung einzelner Geräte. Heizkessel, Abgasanlage, Steuerungen, Motoren, Messsysteme und zahlreiche weitere technische Elemente müssen miteinander verbunden werden.
Gleichzeitig gelten je nach Kabeltyp unterschiedliche Anforderungen an die Leitungsführung. Starkstromkabel, abgeschirmte Motorenkabel und Signalkabel werden separat geführt. Teilweise sind dabei Abstände von rund 30 Zentimetern einzuhalten.
Auch die Befestigung der Trassen ist aufgrund der baulichen Gegebenheiten komplex. Die Leitungswege müssen so geplant werden, dass alle technischen Geräte gut erschlossen sind, die Installation effizient ausgeführt werden kann und genügend Platz für spätere Erweiterungen bleibt.
Eine solche Anlage baut man als bauleitender Elektroinstallateur vielleicht ein- oder zweimal im Leben.
Heute bauen und bereits an morgen denken
Genau diese vorausschauende Planung gehört zu den zentralen Aufgaben von Projektleitung und Bauleitung. Die Anlage soll nicht nur heute funktionieren. Bereits während der Umsetzung muss berücksichtigt werden, wie sie künftig erweitert werden könnte, beispielsweise wenn zusätzliche Brenner oder technische Komponenten hinzukommen.
Gleichzeitig gilt es, die Kosten laufend im Blick zu behalten. Bei einem Projekt dieser Grössenordnung ergeben sich während der Ausführung immer wieder neue Erkenntnisse und Anpassungen. Umso wichtiger ist es, Nachträge zeitnah zu erfassen und transparent zu kommunizieren. So ist die Bauherrschaft jederzeit über den aktuellen Projektstand sowie mögliche Auswirkungen auf Kosten und Termine informiert. Verantwortlich dafür ist Projektleiter Thomas Nussbaumer, der mit seiner langjährigen Erfahrung für einen reibungslosen Ablauf und die nötige Kostentransparenz sorgt.
Ein Team, ein gemeinsames Ziel
Je nach Projektphase sind zwischen sieben und 18 Mitarbeitende der Marcel Hufschmid AG vor Ort. Das Projekt ist damit nicht nur technisch, sondern auch personell anspruchsvoll. Gefragt sind Fachpersonen, die komplexe Zusammenhänge verstehen, exakt arbeiten und auch in einem dynamischen Baustellenumfeld flexibel reagieren können.
Eine Baustelle, die auch körperlich fordert
Die Grösse der Anlage ist auf der Baustelle täglich spürbar. Die Wege zwischen den beiden Gebäuden und den verschiedenen technischen Bereichen sind lang. Rund 20'000 Schritte pro Tag sind für Daniel Marbacher keine Seltenheit. Dazu kommen zahlreiche Treppen und laufende Kontrollen an unterschiedlichen Stellen der Anlage.
Trotz dieser Herausforderungen überwiegt die Faszination. Daniel Marbacher, bauleitender Elektroinstallateur, ist seit 15 Jahren in seinem Beruf tätig. Doch auch für ihn ist dieses Projekt aussergewöhnlich.
Gerade die hochanspruchsvolle Anlagetechnik macht das Projekt für ihn besonders spannend. Sie zeigt, wie vielseitig der Beruf ist und wie eng mechanisches Verständnis, elektrotechnisches Fachwissen, Organisation und handwerkliches Können miteinander verbunden sind.
Präzision, die man sehen kann
Was ihn besonders stolz macht? Die saubere Kabelverlegung und die Qualität der ausgeführten Arbeiten. Trotz der enormen Menge an Leitungen entsteht eine übersichtliche, nachvollziehbare und sorgfältig ausgeführte Installation.
Für Thomas Nussbaumer ist vor allem die gelungene und saubere Ausführung ein Grund zur Freude.
So viel Technik auf einer so kleinen Fläche findet man nicht häufig.
Auf dem Dach und an der Fassade wird die technische Anlage durch rund 590 Solarmodule ergänzt: ungefähr 350 Module auf dem Dach und weitere 240 an der Fassade. Auch sie machen sichtbar, wie vielfältig moderne Energieinfrastruktur heute ist.
Ein Projekt, das die Vielseitigkeit des Berufs zeigt
Bis zur geplanten Inbetriebnahme Ende September bleibt die Arbeit anspruchsvoll. Insbesondere die Inbetriebnahme des Gesamtsystems wird nochmals viel Koordination, Fachwissen und Genauigkeit verlangen. Erst dann zeigt sich, ob alle Komponenten, Verbindungen und Steuerungen wie vorgesehen zusammenspielen.
Schon heute steht jedoch fest: Dieses Objekt verdeutlicht eindrücklich die Vielseitigkeit des Elektroberufs. Es verbindet anspruchsvolle Anlagetechnik mit präzisem Handwerk, mechanischem Verständnis, digitaler Steuerung und vorausschauender Planung.











